UNSER ENTDECKER-TIPP

DER STUMPFE GIPFEL

Im saarländischen Homburg hütet im dichten Wald ein wahrhaft außergewöhnlicher Gipfel bis heute seine vielen Geheimnisse. Nur eines ist sicher: Seine Aura ist einfach magisch!

Stumpfer Gipfel – ein etwas paradoxer Name, der viel Raum für Spekulationen lässt. Die wenigsten wissen, dass es ihn tatsächlich gibt. Als einer der vier Hausberge der saarländischen Universitätsstadt Homburg liegt er einsam, abgelegen und von vielen vergessen im Wald.

Mystery Pfalz 2020

Geheimnisumwittert war der Stumpfe Gipfel schon immer. Von geheimen Riten der sagenumwobenen keltischen Druiden-Priester wird in alten Erzählungen berichtet – von Menschenopfern, Gerichtsverfahren und Sternenbeobachtungen unter freiem Himmel.
Archäologische Grabungen konnten für all das zwar keinen Beweis erbringen – und doch spricht die unmittelbare Nähe einer erstaunlich großen Anzahl von Hügelgräbern am Fuße des Stumpfen Gipfels sowie seine außergewöhnliche, abgeflachte Form für eine kultische Bedeutung in grauer Vorzeit.
Und dann liegt auf dieser eingeebneten Fläche – einem Altar gleich – auch noch ein gewaltiger, zweifellos von Menschenhand behauener Steinblock, während mörtelloses Mauerwerk die gesamte Gipfelfläche umfriedet.
Was für ein geheimnisvoller Platz – als wäre er aus der Zeit gefallen!

Jener liegt auf einer bewaldeten, etwa 500 Meter lang-ovalen Anhöhe. Nach Osten erstreckt sich eine ziemlich ebene Fläche von etwa 70 x 70 Metern. Im Westen schließt sich an dieser Terrasse eine ungefähr 6 Meter hohe Kuppe an, die oben künstlich abgeflacht ist und bei der Namensgebung der gesamten Anhöhe Pate stand. Die spannende Frage lautet also: Ist dies alles Menschenwerk oder doch nur eine täuschend echte Laune der Natur?
Für die "Menschentheorie" spricht – wie bereits erwähnt – ein nicht unbedeutendes Indiz: Fast rundum um die Gipfelfläche zieht sich eine mörtellose Stützmauer, aus unregelmäßigen Natursteinen bestehend. Vermutlich diente diese, sicherlich in alter Zeit weitaus höhere Trockenmauer, der Einfriedung des keltischen Kultbezirkes.
Faszinierend ist zudem ein weiteres, bereits angesprochenes Detail: Im Südwestteil desselben findet sich ein 65 Zentimeter hoher, 3 Meter langer, grob dreieckiger Felsblock aus Sandstein. Und jener weist, bei genauem Hinsehen, eine ganz spezielle Besonderheit auf: Auf der fast gerade verlaufenden Nordwest-Kante befinden sich in 43 bzw. 47 Zentimetern Höhe zwei halbkreisförmige, künstlich herausgearbeitete Sitzflächen. Die kleinere von beiden ist 43 Zentimeter breit, 27 Zentimeter tief, besitzt eine 18 Zentimeter hohe Rückenlehne und ist weitgehend erhalten. Der andere Sitz, durch einen Sprung im Felsen gespalten, ist dagegen nur noch zur Hälfte als solcher erkennbar. Wie also muss man den Stumpfen Gipfel kulturgeschichtlich einordnen?

Die Archäologen sprechen in diesem Falle von einem umfriedeten Kultbezirk, und der gewaltige Felsblock mit den an einen Sessel erinnernden Vertiefungen ist vermutlich ein keltischer Kultstein, genauer gesagt ein sogenannter "Felssitz".

Ob dieses keltische Heiligtum ein Opferstein, ein Herrscherthron oder ein Ort der Astronomie war, lässt sich heute nicht mehr sagen. Dies bleibt eines jeden Phantasie überlassen. Geblieben ist die außergewöhnliche Lage des Kultsteins innerhalb des, durch Mauern eingegrenzten Heiligtums sowie dessen geradezu magisch anmutende Aura.
Wir laden Sie ein, diesen erhabenen Platz unserer Ahnen in seiner vollkommenen Einsamkeit zu entdecken. Ein Spaziergang durch ein „Zeitentor“ mit einem ganz besonderen Gipfelerlebnis.
Wer hier oben steht und in vollkommener Stille das archaische Heiligtum auf sich wirken lässt, der darf sich unseren keltischen Vorfahren sehr nahe fühlen...


UND SO KOMMEN SIE HIN…
Über die Autobahn A6 (Saarbrücken - Kaiserslautern), Ausfahrt Homburg. In Homburg links abbiegen auf die "Stadtkernumgehungsstraße", in Richtung Bahnhof/Bruchhof. Nach einem guten Kilometer biegen Sie dann rechts ab, auf die L120 in Richtung Sanddorf/Käshofen. Unmittelbar am Ende der Ortsbebauung Homburgs geht es rechts ab, in Richtung Käshofen. Nach etwa 1,5 km auf kurvenreicher Strecke im Wald, liegt – in einer scharfen Rechtskurve – rechts der Waldparkplatz "Am Stumpfen Gipfel" (Vorsicht! Einfahrt schlecht erkennbar). Von hier sind es ca. 400 m Fußmarsch. Folgen Sie einfach der Beschilderung des Premiumwanderweges "Schlossbergtour", einem gelben Burgturm. Er wird sie zum Gipfel führen.
Pkw-Navigation: Käshofer Straße, 66424 Homburg

Ein zweiter Band unter dem Titel „MYSTERY – Sagenhafte Pfalz“ lädt wieder einmal ein, die Magie dieser so außergewöhnlichen Region zu entdecken…

In der Pfalz gibt es unzählige Orte, die ein spannendes Geheimnis umgibt. Sie erzählen uns außergewöhnliche Geschichten – von Göttern, vom Aufstieg und Fall ganzer Menschheitsepochen, von historischen Ereignissen und sagenumwobenen Geschehnissen.

Der brandneue, zweite Mystery-Band unter dem Titel „MYSTERY – Sagenhafte Pfalz“ führt Sie auf die Spur einer faszinierenden Vergangenheit, erklärt Ihnen geschichtliche Hintergründe und Zusammenhänge und animiert, diese magischen Orte auf eigene Faust zu erforschen. Zu jeder Geschichte gibt es einen eigenen Entdecker-Guide, etwa mit Anfahrtsinfos und weiteren Tipps.
Lassen Sie sich also in eine längst vergangene Welt entführen, zum Beispiel zum „Drachenfels“ nach Bad Dürkheim, wo Siegfried einst den Lindwurm erlegt haben soll und die Römer in der Spätantike ein Bergkastell unterhielten. Oder aber Sie machen sich auf, das „Atlantis der Pfalz“ zu suchen, die so sagenhafte Burg „Parthenopolis“, die manche auf der stolzen „Madenburg“ verorten.
Ebenfalls immer eine gute Adresse: Ein Bummel durch das romantische Deidesheim. Geradezu rätselhaft ist jedoch ein Ort, der hoch über dem Weinort im Kiefernwald schlummert: Die mysteriösen „Heidenlöcher“, Zeugnisse einer mittlerweile vergessenen Bergstadt, deren verblichene Spuren irgendwie magisch sind.
Der Name jener Stadt, ihre Erbauer und das Schicksal ihrer Einwohner sind im Dunkel der Geschichte verloren gegangen...
Klingt spannend? Dann nix wie hin.

MYSTERY –
Sagenhafte Pfalz

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